Pressetext

Neues Album und Programm „Ich denk an mich“
manuelaSIE

Ihre Musik nennt sich „Pop für Erwachsene“, ein Slogan von sympathischer Frechheit, beinhaltet dieser doch, dass Pop eben nichts für Erwachsene ist. Oberflächliche Reize der Jugend tauscht sie gegen tiefere Emotionen und Erkenntnisse. (Deutschlandfunk).

Mit dem neuen Album „Ich denk an mich“ begibt sich manuelaSIE noch intensiver in die Seele und löst es mit Leichtigkeit wieder auf. Musikalisch beweist sie hier nochmal mehr ihr Gespür für großartige Melodien, eingebettet in unterhaltende Songstrukturen. Gekonnt arrangiert von ihrem langjährigen Bassisten und Weggefährten Alexander Fuchs, unterstützt durch Marcus Hetzel an den Gitarren und Michael Wünsch an Dums und Percussion. Neben der Musik berühren ihre gefühlvollen Texte und sind im Gegensatz voller Wortwitz und Selbstironie. Ihre warme Stimme verzaubert und berührt. Erstmals überrascht manuelaSIE mit musikalischer Vielfalt, einem Ausflug für drei Songs in den Big-Band-Swing Sound, arrangiert von Michael Fuchs.

Der bekannte Dresdner Pianist und Bandleader öffnet mit verspielten Bläsersätzen ganz neue mus. Türen für manuelaSIE. Ein besonderer Gast mit besonderer Stimme brilliert in zwei Songs der Liedermacherin als wären sie extra für ihn geschrieben. Der deutsche Songpoet Dirk Zöllner bietet einen passenden Duettpartner in „Baby“, beschreibend das Gefühl der Liebe, die es wert ist, nach Jahren andere Türen zu öffnen und zum anderen in „Ganze Geschichten“. Hier trifft wahrlich Pop auf Erwachsene.

Mit dem Song „ Neue Brille“ greift sie Themen der Zeit auf und bekennt humorvoll, dass sie die Welt nicht mehr versteht. „Vergiss mein nicht“ fragt nach Versprechen und Zuverlässigkeit und klingt doch aufbauend. Und es gibt sie noch, die wirklich liebenden glücklichen Paare namens „Kauz & Eule“, die sie ironisch und voller Glückgefühl beschreibt. Auch Abschied nehmen gehört zum Leben, „Blumen & Bilder“, ein melancholischer und doch hoffnungsgebender Song vom Loslassen, trauern, wieder lächeln und weitergehen. In „Anderer Frühling“ ist langsam alles wieder da. Wir brauchen nur Geduld, Hoffnung, Liebe und Kraft. Und immer wieder ein „Ich denk an mich“.


PRESSESTIMMEN


deutsche-mugge.de – September 2022

manuela SIE: “ Ich denk an mich“ (Album)

„Ich denk an mich“ heißt das soeben erschienene Album der Liedermacherin ManuelaSIE, in deren Ausweis der bürgerliche Name Manuela Sieber steht. Als Kind singt sie im Kirchenchor, spielt Klavier und beginnt mit 14 Jahren damit, eigene Lieder zu schreiben. Ihr handwerkliches Rüstzeug holt sie sich beim Studium an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden, an der sie klassischen Gesang und „Chanson/Musical“ studiert – „in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin“, wird in ihrer Biographie ergänzend hinzugefügt. Gleich zwei Talenteschmieden, auf denen unzählig viele große Namen ihre Abschlüsse machten, bevor sie die großen Bühnen bestiegen.

Man muss sich nur auf unserer Seite einmal umschauen, wer ebenfalls dort die (Schul-)Bank drückte. Mit dem Abschluss in der Tasche ging es für die junge Frau ins „Berufsleben“, und das Erkunden ihres bisherigen Lebenslaufs bietet dem interessierten Leser ein abendfüllendes Programm. Das fängt mit einem Engagement an der Staatsoperette Dresden an, geht über diverse Musical-Rollen (u.a. „Buddy Holly Story“), dem dritten Platz beim Europäischen Chansonwettbewerb in Hamburg (in der Jury saß u.a. Ulrich Tukur), Schauspielrollen im TV und Jobs als Nachrichtensprecherin (NDR) weiter, und mündet schließlich in der Selbstständigkeit mit eigener Band. Dies ist nur die Kurzfassung. Den kompletten Werdegang hier wiederzugeben, würde dazu führen, dass wir diese Rezension nach Fertigstellung einem Buchbinder übergeben müssten. Darum machen wir einen flotten Sprung ins jetzt und berichten darüber, dass nach ihrem 2018er Album „Unauffällig schön“ heuer besagtes neues Werk in den Handel kommt. Es sei „Pop für Erwachsene“ heißt es da vollmundig im Pressetext und das lässt die Vorfreude wachsen, denn Teenie-Pop und unüberhörbar irgendwelchen Algorithmen folgendes Tralala gibt’s ja massig, nicht wahr?

Mit einer „Neuen Brille“ kann man nicht nur besser sehen, mit ihr startet man auch in das musikalische Programm der Künstlerin. Ein Bläsersatz und ein entspannt „hüpfendes“ Klavier begrüßen den Hörer, bevor Manuela ganz offen zugibt, dass sie die Welt zurzeit nur noch verschwommen wahrnimmt und sie ohne Brille irgendwie auch nicht mehr richtig versteht. Sie wünscht sich ein neues Modell, und „am besten rosarot“, damit das alles wieder klarer wird. Mit viel Witz und Augenzwinkern nimmt uns Frau Sieber hier also in Empfang und macht auch gar nicht lange rum, denn mit „Ich denk an mich“ geht es gleich ohne Atempause weiter.

Das dem Album seinen Namen gebende Lied ist bedeutend ruhiger arrangiert. Hier dominieren das Klavier und die Stimme der Künstlerin. Mehr braucht es auch nicht, um den Soundtrack zum Entschleunigen, zum mal rechts ran fahren und zum runter kommen zu erzeugen. Zu nichts anderem wird man hier aufgefordert.

In „Ganze Geschichten“ geht es eigentlich um „halbe Sachen“, aber eigentlich auch wieder nicht. Wo auf jeden Fall keine halben Sachen gemacht wurden, ist beim Einladen von Gästen, denn ManuelaSIE hat keinen Geringeren als Dirk „Scholle“ Zöllner bei sich im Studio gehabt und zelebriert mit ihm gemeinsam diese wunderbare Pop-Nummer, aus der am Ende eine „ganze Geschichte“ wird, die tatsächlich fliegen kann.

Im folgenden „Vergiss mein nicht“ wird zum sommerlichen Bossa-Nova-Sound über das Warten und das Erfüllen von Versprechen gesungen, und während vor einem wie jedes Jahr das den Titel überschreibende Gewächs erblüht, werden dabei mit Worten voller Farbe die im Kopf umher geisternden Gedanken gemalt. Ein feines Stück Musik mit einem ebenso feinen Textkunstwerk.

Ein „Anderer Frühling“ bringt bekanntlich neues Leben mit sich. Diese Jahreszeit steht für Aufbruch, Wiederkehr und Leben. Dem Leben zugetan ist ganz offenbar auch ManuelaSIE, die zu zerbrechlich wirkenden Klängen aus Klavier und Gitarre über „neue Wege“, die sich bahnen, „hellere Tage“ und in der Luft liegende Hoffnung singt, die sich wie Umarmungen vom Liebsten anfühlen. Kurz: Langsam kommt alles wieder, wenn die Tage länger werden. Und der hier besungene Frühling dürfte nicht nur zwischen März und Mai erlebbar sein, sondern mit etwas gutem Willen sicher auch jetzt im bevorstehenden Herbst.

Wer den Namen des Songs „Kauz & Eule“ liest könnte im ersten Moment an einen musikalischen Ausflug in den Wald oder eine vertonte Fabel denken, aber die Künstlerin gibt uns hier einen teils ironischen, teils bewundernden Blick auf ein schwer verliebtes Pärchen, deren einzelne Teile so wie Waldbewohner heißen, und die ganz offenbar ein richtig glückliches Dasein fristen. Sie zanken nie, während es um sie herum überall mal scheppert und kracht. Eingebettet ist diese Geschichte in einen luftig-leicht arrangierten Pop-Song mit Jazz-Anleihen, dessen Spaßfaktor sich nur hauchdünn unter der vollen Punktzahl bewegt- Schwermütig hingegen kommt „Gleichgültigkeit“ daher. Eine schwere Klaviermelodie führt uns in die Geschichte über einen Zustand, den wohl niemand gebrauchen kann. Die Gleichgültigkeit bremst einen aus, man will sie nicht da haben, doch sie hängt an einem wie ein unangenehmer Geruch. Ive Kanew verstärkt dieses Gefühl mit seinem Saxophonspiel noch zusätzlich. Im zweiten Teil des Stücks wird sich von diesem lästigen Begleiter befreit, und auch die Stimmung in der Musik lockert auf. Auch hier ist das Saxophon von Ive Kanew maßgeblich dafür verantwortlich, dass dieses Kippen der Stimmung fühlbar wird.

Eine weitere Portion „Scholle“ bekommen wir im Song „Baby“, und auch die Gebläse-Fraktion tritt ein weiteres Mal in Erscheinung. Beides passt ja von Natur aus hervorragend zusammen, und diese wunderbare Allianz aus Dirk Zöllners Stimme und dem exquisiten Klang von Bläsern macht sich auch Frau Sieber zu Nutze, um ihr Lied ins rechte Licht zu rücken. Mit ordentlich Druck, aber an keiner Stelle übertrieben aufgeregt, musiziert das Ensemble und liefert für beide Vokal-Akrobaten den passenden Teppich, gewebt aus Tönen. Die beiden singen über die verschiedenen Temperaturen, die eine Liebe haben kann, und über Wege, die die Liebenden zusammenführen können. Für mich ein Highlight auf dieser CD!

Musikalisch verwandt mit „Gleichgültigkeit“ ist das letzte Lied auf der CD, „Blumen & Bilder“. Wieder trifft man auf eine harte Wand aus Schwermut, aber dieses Mal geht es nicht um ein Gefühl, das man mal eben abschütteln kann, denn Trauer lässt sich nicht so leicht vertreiben. Nur zum in Molltönen gespielten Klavier beschreibt die Sängerin die Situation am Bett eines Menschen, der im Sterben liegt. Man weiß nicht, wie lange man noch gemeinsam Zeit hat, dass diese aber gerade abläuft ist bereits klar. Draußen vor dem Fenster ist es grau und winterlich, während man drinnen auf das Unausweichliche wartet, sich fragend, woher man die Kraft nimmt zu begreifen, dass man kommt, um zu gehen. Doch wenn alles vorbei ist, wird die Sonne zu sehen sein und es wird milder werden. Manuelas Art zu sagen, dass man irgendwann das Lächeln wiederfinden wird und man loslassen darf. Danke fürs traurig sein dürfen, liebe Manuela. Danke für dieses Lied an dieser Stelle!

Im Pressetext ist auch zu lesen, dass sich die Musikerin mit dem neuen Album noch intensiver in menschliche Untiefen begibt und diese mit Leichtigkeit wieder auflöst. Sieht man vom letzten Lied ab, das einen im „falschen“ Moment schon ein bisschen von den Füßen holen kann, ist das eine treffende Formulierung für das, was man hier in neun Liedern hören kann. Musikalisch bedient ManuelaSIE eine extrem breite Palette von Stilen und Richtungen, bewegt sich auf dem Terrain des Liedes ebenso souverän und den Hörer abholend wie auf dem des Latin-Sound („Vergiss mein nicht“), der Ballade oder dem etwas angejazzten Arrangement. Wirklich schöne Melodien treffen auf Melancholie, schwere und nicht so leicht verdauliche Töne auf lockere und sogar tänzelnde Klänge voller Optimismus. Bringt sie einen an einer Stelle zum Schmunzeln („Kauz & Eule“) rührt sie Dich an der nächsten Stelle zu Tränen („Blumen & Bilder“), und man lässt sich dies gern gefallen. Ja, es ist Pop für Erwachsene. Mehr noch, es ist Musik für den Kopf und für das Herz gleichermaßen. Handgemacht und mit viel Seele. Sie holt einen vom ersten Ton an ab und man ist am Ende des neunten Liedes förmlich verärgert darüber, dass die Reise mit Frau Sieber hier schon zu Ende sein soll. Der Sängerin zur Seite stehen ihr langjähriger Bassist und Weggefährt Alexander Fuchs, Marcus Hetzel an den Gitarren und Michael Wünsch am Schlagzeug, die hier keinesfalls unerwähnt bleiben dürfen. Sie sind maßgeblich mit daran beteiligt, dass die Musik auf dieser CD ihre Wirkung entfalten kann und die Stimmungen erzeugt werden, die hier erzeugt zu werden auch beabsichtigt wurden. Hat funktioniert. Tolles Album.

Christian Reder


Die sächsische Chanson-Sängerin Manuela Sieber
hat eine eigene „Popmusik für Erwachsene“ geschaffen

Sinnlich-feine Kleinkunst-Lieder zwischen Humor und Melancholie sind Markenzeichen der 55-Jährigen,
die soeben ein neues Album veröffentlicht hat

Oelsnitz (E.)/Bautzen – Erschienen am 05.10.2022
(Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG)

„Ich denk an mich“ – Wer das, von sich zugibt, der kann eigentlich gleich wieder einpacken. Aber halt: Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht, da ist unter gewissen Umständen sogar etwas dran. Zumindest wäre es dann so, wenn alle es so halten würden wie die Singer- Songwriterin Manuela Sieber. So heißt das neue Album der in Bautzen beheimateten Berlinerin vom Titel her zwar „Ich denk an mich“, aber im gleichnamigen Lied auf ihrer vierten CD präzisiert sie: „Damit ich für dich da sein kann, denk ich jetzt an mich.“

Das klingt doch schon ganz anders. „Die Fähigkeit, sich zwar ernst zunehmen, aber gleichzeitig immer mit einem Lächeln neben sich zu stehen – das beherrscht Manuela Sieber perfekt“, attestiert der Deutschlandfunk der 55-Jährigen, die in früheren Jahren unter anderem als Rundfunkmoderatorin und Musicaldarstellerin sowie bei der Staatsoperette Dresden tätig war, die hauptberuflich als Gesangs- und Klavierpädagogin in ihrem Geburtsort Bautzen arbeitet und bei deren künstlerischer Entwicklung Sachsen im Allgemeinen und Chemnitz im Besonderen keine ganz unbedeutende Rolle gespielt hat.

Rückblende, November 2015. Im Theatercafé „Exil“ des Chemnitzer Schauspielhauses begleitet der Bassist Alexander Fuchs aus Oelsnitz im Erzgebirge mit seinem Trio die Sängerin bei einem Konzert. „Ihre Lieder und Texte haben mich von Anfang an fasziniert“, sagt der 41-Jährige, der den Kontakt zu der 14 Jahre älteren Künstlerin aufrechterhielt. Mit der Konsequenz, dass heute Buchungsanfragen und alles Geschäftliche, was die sängerischen Aktivitäten Manuela Siebers betrifft, in Fuchs‘ Mailfach landen: „Sie liefert wunderbare Texte und Melodien, ich kümmere mich um alles drumherum“, sagt der hauptberufliche Vereinskoordinator des Wirtschafts- und Gewerbevereins Aue, der in früheren Jahren auch schon mal als Berufsmusiker unterwegs war. Kenntnisse, die ihm insofern zupasse kommen, als er für das neue Album von Manuela Sieber, die jetzt unter dem Künstlernamen „Manuela Sie“ firmiert, auch die Trio-Arrangements geschrieben hat.

Und sich als Location Scout betätigt: Für ein im Coronajahr 2020 von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen gefördertes Video-Projekt zum Chanson „Ich denk an mich“, an dem auch sein Trio mitwirkte, diente als so stil- wie stimmungsvolle Kulisse die Kellerbar der Stadthalle Oelsnitz mit ihrem etwas angestaubten Vintage-Charme.

Bei einem Auftritt während des 2021 veranstalteten Oelsnitzer Freilicht-Sommer-Events „Juhuli“ nahm das damals noch im Entstehen befindliche, in Dresden produzierte und nun bei allen Streamingplattformen verfügbare Album noch konkreter Gestalt an. Ein dort ebenfalls gastierender Kollege interessierte sich für Siebers Musik: Der mit allen Wassern gewaschene Sänger und Bandmusiker Dirk Zöllner, auch als Kolumnist bei der „Freien Presse“ bekannt, singt bei zwei Titeln im Duett mit Manuela Sieber: „Diese Blues-Klangfarbe, die Zöllner mitbringt, hatten wir noch gesucht“, so Fuchs. Und tatsächlich bringt sie eine zusätzliche Facette ein in eine sehr vielseitige Mischung aus kabarettistischen („Neue Brille“), verspielten („Kauz und Eule“) und ernsten („Blumen und Bilder“) Chansons, die ihre Schöpferin als „Popmusik für Erwachsene“ bezeichnet. Hätte sie es nicht selbst getan, müsste man dieses Genre für sie erfinden.

Im Konzert Manuela Sieber stellt ihr neues Album am 8. Oktober, 19.30 Uhr, im Burgtheater Bautzen, am 9. Oktober, 18 Uhr, im Terra Ursprung in Lugau sowie am 10. Oktober, 19.30 Uhr in der Herkuleskeule Dresden vor.

Torsten Kohlschein


Ein begnadeter Geschichtenerzähler

Freie Presse | Zwickau
Erschienen am 13.12.2022

„Auf Herz wär‘ was gegangen“ singt er (Reinhold Beckmann) gemeinsam mit Manuela Sie, die den Abend bereits musikalisch eingeleitet hatte und durchaus ein längeres Zuhören wert ist. Beider Fazit im Refrain: „Wir haben’s nicht riskiert.“

Torsten Piontkowski


Bömische Zeitung Soltau 2017
Der Freund in Dir kennt die Facetten des Lebens
Manuela Sieber und Mr. Fox geben sich in Waldmühle erfrischend natürlich

Ein Schild an der Tür der Bibliothek Waldmühle hat es angekündigt: „Programm-änderung. Die Solistin von Liebeswahn, Maria Kemken, ist erkrankt“. Wer deswegen kehrt machte, hat eine hervorragende, unterhaltsame und tiefgründige Show von Manuela Sieber, begleitet von Mr. Fox und seiner Band aus Dresden verpasst. Unkompliziert, erfrischend natürlich, dabei doch professionell entführte die Sängerin und Schauspielerin die Zuschauer in der Waldmühle in die Atmosphäre einer Bar mit kleiner Band und Chansonsängerin. Mit warmer Stimme, etwas verrauchtem Timbre sang sie von Liebe, Sehnsucht, Niedergeschlagenheit und alltäglichen Situationen des Lebens. Charmant stellte sie fest, „Dein Herz gibt die Liebe nicht her, denn Liebe ist mehr“ oder „ich könnte, aber es gibt 1000 Gründe, es nicht zu tun“. Sieber war überzeugt, „die Frau für Dich, müsste so sein wie ich“ und „Du guckst nur bis zum Tellerrand“. Mal rockig, mal sentimental, swingend oder im Samba-Rhythmus gestand sie, „ich haben einen Draht zum Elektriker“ und „Alles muss weg“ sowie „an diesem Ort bleibt die Zeit stehen“.

Wacher Blick auf menschliches Verhalten Sie nahm die Zuhörer mit zu ihrer Entscheidung, „ich will wieder ich sein“ und machte ihnen Mut: „Manchmal muss man es wieder wissen, wie es geht zu leben, zu lieben“. Ihre Texte zeugten von einem wachen Blick auf menschliches Verhalten, Sehnsüchte, Selbstbewusstsein und Humor. Dies alles eingebettet in schwungvolle, mitreißende Melodien, von den drei Musikern perfekt unterstrichen. Mit der Veranstaltung haben Manuela Sieber, die Band und der Förderverein THW Soltau mit seinem Vertreter Manfred Morawetz den Zuhörern einen schönen, erinnerungswürdigen Abend beschert.


„Zur Abwechslung diesmal zwei Meister des Chansons“

2014 Saarbrücker Zeitung

„Den deutschsprachigen Part absolvierte die Wahl-Berlinerin Manuela Sieber, deren natürlichem, mitunter gar schnoddrigen Gesang man die klassische Ausbildung nicht anhört. Sieber verfügt über eine wunderbar klare, warme und unforcierte Stimme, und dank ihrer charmant witzigen Texte würden ihre süffigen Songs jedes Kabarettprogramm adeln. Sieber schreibt Liebeslieder und das Gegenteil davon, besingt mal heiter, mal melancholisch allzu Menschliches und erzählt von den Unwägbarkeiten des Alltags- eine solche unerwartete Überraschung begegnete ihr hier kurioser Weise persönlich in Gestalt eines ehemaligen Klassenkameraden, der strahlend Blümchen überbrachte. Die Herzen des Publikums eroberte Sieber mit ihrer unkomplizierten, frischen Art ebenfalls im Sturm und überließ nach eingeforderten Zugaben den Flügel, an dem sie sich hier selbst begleitet hatte.“


Volksstimme Magdeburg

„Die Frau für dich müsste so sein wie ich“ 24.04.2012

Calberwisch: Mit mehr Enthusiasmus als von Michael Dihlmann auf Schloss Calberwisch lässt sich eine Lesung wohl nicht ankündigen. Am Sonnabend begrüßte Dihlmann zur Veranstaltung des Kulturfördervereins „Östliche Altmark“ die Debütantin Margrit Fritsche aus Magdeburg. Sie stellte ihren ersten Kriminalroman „Enthüllung in Los Angeles“ vor. In den Lesepausen begeisterte Manuela Sieber aus Berlin mit Texten und Kompositionen aus eigener Feder.

Um es gleich vorwegzunehmen, die Popsängerin Manuela Sieber war an diesem Abend die eigentliche Entdeckung. Gespannt wartete die Zuhörerschar auf ihren Einsatz und die Liedzeilen aus ihrem Repertoire. Die hatte sie treffend mit „komisch, melancholisch, gefühlsbetont und hoffnungsvoll“ angekündigt. Ihre Musik war kein Beiwerk, nein, sie war eigener Programmpunkt. Zu Recht. Die Berlinerin hatte die Gäste schon mit ihrem ersten Lied „Es ist, wie es ist“ für sich gewonnen. „Du bist bis jetzt mein Herzschlag mehr“, erklang mit fester Stimme durch das Mikrofon. Wie von ihr selbst bemerkt, sie kann auch Komisches zum besten geben. In einem Lied sang sie von einer Frau, die sich für ihren Geliebten aufhübscht, bis sie dann eines Tages auf ihn warten muss, darauf, dass er im Bad fertig wird, sich die Nägel gefeilt hat. Und, und, und. „Die Frau für dich müsste so sein wie ich“, sang sie anschließend selbstbewusst. Und endete mit einem echten Knaller. In ihrem letzten Lied hieß es: „Da fragst du mich, ob ich dich noch mag – diese Frage gehört nicht zu diesem Tag! Ich würd‘ dich lieben, wenn ich wüsste, dass du was tun würdest, du kennst die Liste…“

Astrid Mathis


MDR Fernsehen

Der Sieg beim Chansonwettbewerb Hamburg könnte der Durchbruch gewesen sein. Inzwischen schreibt die Kritik deutschlandweit begeistert über Manuela Siebers Musik, die am ehesten als „Pop für Erwachsene“ einzuordnen wäre. Die Bautzenerin startete schon mit 14 Jahren ihre ersten Versuche, eigene Songs zu schreiben. Es folgten das Studium im klassischen Gesang an der Musikhochschule Dresden und Musical/Chanson in Zusammenarbeit mit Musikhochschule Berlin. Bis 1994 war Manuela Sieber an der Staatsoperette Dresden engagiert, danach trat sie drei Jahre im Musical „Buddy Holly Story“ in Hamburg auf. Heute ist Manuela Sieber freiberuflich tätig und lebt von ihren eignen Auftritten. Ihre Songs kann man nun auf dem 2004 erschienenen Album „Endlich allein“ hören. Auf ihrem ersten Album begeistert sie mit nachdenklichen unverkitschten Lebensweisheiten.


„Deutschlandfunk“ – CD-Vorstellung

„Singt Manuela nun Chansons oder Popsongs? Manuela Sieber löst alle Schubladenprobleme auf ihre Art und nennt ihre Lieder gern „Pop für Erwachsene“. Ein Slogan von sympathischer Frechheit, beinhaltet er doch, daß Pop eben normalerweise nichts für Erwachsene ist“ „Witz schätzt sie genauso wie Melancholie, und am liebsten packt sie beides in ein und dasselbe Lied. Schließlich hat eine Sache oft zwei gegensätzliche Seiten.“ „Die richtigen Antworten findet man nur in sich selbst, meint Manuela Sieber. Das gilt für das Leben und genauso für die Lieder…“
„Der, ohne den die Manuela Sieber-CD nicht – oder zumindest nicht so – zustande gekommen wäre: Ralf Leeman, kurz Leeman genannt, Gitarrist von – zum Beispiel Ulla Meinecke und Boris Steinberg. Endlich hat sie den Musiker gefunden, der ihre Kompositionen und Klavierarrangement passgenau ergänzen konnte..“


„Musikermagazin – Fachzeitschrift für Rock & Pop Musiker“

„Plattenkommentare“

„Manuela Sieber lebt heute in Berlin, hat Gesang studiert, in diversen Musicals gesungen, jede Menge Preise bekommen – und das merkt man auch. Die gut gemachten deutschen Texte bleiben im Ohr und lohnen das Zuhören. Die Musik ist insgesamt eher ruhig arrangiert und gut produziert. Darf man es sagen: Ich fühle mich an Pe Werner erinnert – und dies ist hier durchaus positiv zu verstehen. Schöne Musik.“ K.M.


„Radio 88,8“

„Jürgen Jürgens“- Moderator

„Für Fans von Wader, Mey & Co mag Manuela Sieber eine erfreuliche Fortsetzung deutschsprachiger Liedermacherei sein, sie selbst nennt ihre leisen, reduziert arrangierten Songs „Pop für Erwachsene“. Die junge Wahlberlinerin mit zahlreichen Nachwuchs- und Chansonwettbewerben hat es „Endlich allein“ geschafft, ihre Vorstellung von Text und Musik ohne „Vergewaltigung“ durch Produzenten auf CD zu veröffentlichen.


Berliner Zeitung

„Hier leuchtet tatsächlich ein neuer Stern am Pop-Firmament: Songs wie starker Kaffee, was zunächst wie Adrenalin in Gehörgänge und durch Blut- und Nervenbahnen schießt, zittert im Bodensatz als sehnsüchtige Verheißung nach. Mit derselben Leichtigkeit, mit der sie sich am Flügel selbst begleitet, singt Manuela Sieber von den Irrungen und Wirrungen, die das Leben bereithält, wenn Augen und Seelen offen hält und die oberflächlichen Reize der Jugend gegen tiefere Emotionen und Erkenntnisse ganz anderer Art getauscht“.

Mit ihrem „Pop für Erwachsene“ bietet sie dem Frühling die zarte Stirn.“


Berliner Morgenpost

„Es gibt „Pop für Erwachsene“. Was das allgemeine Verständnis von Pop über den Haufen wirft und bedeuten könnte: Pop ist nicht universell und hat eine Altersbegrenzung. Was aber auch heißt, dass Pop für Ältere dem Schlager angehört, aber die Erwachsenen, möchten so was nicht zugeben. Oder auch: Das ist anständiger Pop aus der Liga Grönemeyer. Mit Letzterem wurde Manuela Sieber schon verglichen. Die Dresdnerin war bereits Schauspielerin, Musicaldarstellerin und hat einen Chansonwettbewerb gewonnen. Und unter Ihrem „Pop für Erwachsene“ im BKA ist am besten neue deutsche Popmusik in Kombination mit klassischem Liedgut zu verstehen: Kraftvoll, aber nicht zu wild. Gefühlvoll, aber nicht mehr kitschig, weil über die Jahre erfahren. Rockige Chansons, nicht ohne Selbstironie vorgetragen.“


Deutschlandfunk

„..die Fähigkeit, sich zwar ernst zunehmen, aber gleichzeitig immer mit einem Lächeln neben sich zu stehen- das beherrscht Manuela Sieber perfekt. So sorgten die Lieder der gebürtigen Dresdnerin für manches Schmunzeln im Publikum – auch und gerade dann, wenn sich die große Liebe mal wieder als großer Irrtum erwiesen hat. Manuela Sieber – für mich eine jener Entdeckungen, die ein Chansonfest zum wirklichen Fest machen können.


Coburger Tageblatt

An dem von der Hanns-Seidel-Stiftung ausgetragenen „Nachwuchswettbewerb für Songpoeten“ haben sich in diesem Jahr über 240 Gruppen und Interpreten beteiligt. Die Sieger sind Gunter Fröhlich & Band, das A-capella-Quartett Salt Peanuts, Manuela Sieber, Johannes Kirchberg und das Vocal Ensemble George Miron. Aus dem Hauptteil vorgelagerten Programm der Nachwuchspreisträger (die im Übrigen allesamt schon ordentliche Musikerkarrieren hinter sich haben), sang sich Manuela Sieber mit witzig emanzipativen Frauengeschichten ins Gedächtnis.


Neue Presse

„Charmant und provokant zeigte sich dann die Songpoetin Manuela Sieber am Piano. Mit „Endlich allein“ beschwor sie den Wunsch einmal ungestört Zeit mit sich verbringen zu können, „Du bist da“ war ein wunderschönes Liebeslied und mit dem ironischen „Die besseren Herren“ karikierte sie eitle Männer, die Frauen nur zur Selbstbestätigung benötigen.


Hamburger Abendblatt

„Die Songs der Dresdnerin Manuela Sieber sind hitverdächtig und ohne jeglichen Kitsch. Ihre Lieder sind Geschichten, die ihr Gefühlsleben schreibt. Und manche ihrer Songs schwelgen in angenehmer Melancholie, die immer einen Ausweg zeigt; ihre warme dunkle Stimme berührt.“


MAZ

„Mit dem Album „Endlich allein“ gelang der Sängerin Manuela Sieber ein makelloses Debüt. Gleich nach der CD-Premiere im Grünen Salon der Volksbühne Berlin begeisterte sie am Freitag im Saal des Hauses Gartenstr. das Publikum mit ihren deutschsprachigen „Pop für Erwachsene“. Am Piano legt die Vollblutmusikerin mit frischer Art und frechen Inhalten ihre Gefühlswelt offen. Sie himmelt den „irren Typen“ an, lästert über narzistische Männer und Frauen, beschwört die magische Anziehungskraft grau melierter Herren in Budapester Schuhen. Im Kreuzworträtsel-Song löst sie die Frage nach einem „Trugbild mit vier Buchstaben“ mit „Mann“. Fern des Gegensatzes treffen Witz und Melancholie häufig aufeinander, fast als ließe sich Herzschmerz weglachen.“


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